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Hermannsburg -- leider geschlossen

Über Ostern war ich eine Woche in Alice Springs, mit verschiedenen Ausflügen in die Umgebung. Besonders gefreut hatte ich mich auf den Tag in Hermannsburg, eine kleine Aboriginesiedlung, die vor über 100 Jahren von Missionaren aus dem deutschen Hermannsburg gegründet wurde. Neben der Kirche gibt es dort heute noch ein Museem zu der Geschichte der Missionare und ihrer Arbeit dort.

Es hätte ein passender Ort sein können, um in Ruhe den Karfreitag zu begehen, aber als unsere kleine Reisegruppe dort angekommen ist, hat uns nur dieses Schild begrüsst:

Geöffnet jeden Tag, Weihnachten und Karfreitag geschlossen


Unser Tourguide wusste davon auch nichts, da er nur zur Aushilfe gekommen war, aber zumindest konnten wir noch für ein paar Fotos bleiben, und haben den Rest des Tages im schönen Palm Valley verbracht, dem einzigen Ort im weiten Umkreis, wo es sein Urzeiten noch Palmen gibt.


Wie immer gibt es mehr Fotos zu sehen, einfach auf die Bilder hier klicken!


Am nächsten Tag kam Doro aus Sydney, und wir sind zusammen auf die Uluru-tour gefahren.

Alice Springs selbst ist eine spannende Mischung aus überwältigendem Angebot an touristischen Attraktionen, mit dutzenden von Hostels und Tourangeboten, und der allgegenwärtigen Armut der einheimischen Aborigenes. Da in den umgebenden Siedlungen strenges Alkoholverbot herrscht, kommen deren Einwohner nach Alice, um sich dort zu betrinken, und diese Leute sieht man auf der Strasse.
Im Supermarkt habe ich beobachtet, wie der Verkauf von Klebstoff an Jugendliche reguliert wird, da Klebstoff und Benzin (geschnüffelt) hier die üblichen Drogen sind, mit denen sich die einheimischen das Gehirn verblasen.

Trotz der hohen Arbeitslosigkeit und Armut unter den Aborigenes habe ich dann wieder von verschiedenen Weissen vor Ort gehört, wie einfach es ist, Arbeit in Alice Springs zu finden und sich eine eigene Existenz aus dem Nichts aufzubauen.

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